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Bitte tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz. In begrenztem Umfang können wir ihn stellen. Wir betreiben Kombigeräte zur Luftfilterung und -Desinfektion (Filter plus UV-C-Licht), um neben der gesonderten Infektionssprechstunde und Entlüftung über Ventilatoren zusätzliche Sicherheit in den Räumlichkeiten zu bieten.

In den folgenden Situationen rufen Sie bitte unbedingt vorher die Praxis an (bzw. vermerken das bei der Online-Terminplanung), um nicht andere oder die Funktionstüchtigkeit der Praxis zu gefährden:

  • Atemwegsinfekt, Halsschmerzen, Fieber, Geschmackstörungen und/oder Durchfall,
  • Kontakt zu einem nachgewiesenen Corona-Infizierten,
  • "Roter Hinweis" der Corona-Warn-App oder
  • Aufenthalt in einem deutschen HOT SPOT bzw. Risikogebiet außerhalb Deutschlands.
  • Impfen gegen Corona: Wie funktioniert das?

    Am 10.12.2020 wurde die Zulassungsstudie des Corona-Impfstoffes der Mainzer Firma BioNTech im "New England Journal of Medicine" veröffentlicht, einer medizinischen Fachzeitschrift mit weltweitem Renommee - und ist für jedermann einsehbar. Am 30.12.2020 folgte die Studie der amerikanischen Firma Moderna, hier wird leider ein Account benötigt. Die Eckdaten: 43.448 Freiwillige bekamen entweder den BioNTech-mRNA-Impfstoff oder einem Placebo, in beiden Fällen zweimal im Abstand von 21 Tagen injiziert. Davon konnten 37.706 rund zwei Monate nachbeobachtet werden. Diese Differenz im "Follow-up" ist gerade hier ärgerlich, aber nicht ungewöhnlich für klinische Studien. Schmerzen an der Einstichstelle und grippeartige Beschwerden für wenige Tage waren die häufigsten Nebenwirkungen des Impfstoffs, dafür traten 20-mal weniger COVID-Fälle im Vergleich zum Placebo auf (8 vs. 162 Fälle, Schutzquote 95%). Schwere Nebenwirkungen fanden sich keine, allerdings waren Menschen mit Immunschwäche (außer HIV) und mit starken Allergien ausgeschlossen. Nach der Impfung wurden - zum Glück - bis auf vier passagere Gesichtslähmungen und ein taubes Bein (statistisch nicht signifikant) keine neurologischen Symptome beobachtet. Anders als in der COVID-Frühphase: hier sind schlaganfallähnliche Symptome leider nicht ungewöhnlich. Die Ergebnisse des Moderna-mRNA-Impfstoffes waren vergleichbar (30.420 Freiwillige, 94% Schutzquote).

    Auf mRNA-basierte Impfstoffe wurden zuvor gegen Tollwut, Influenza und Krebs getestet. Die "Boten"-RNA ("m" = messenger) wird normalerweise von unserem Körper als Abschrift der eigenen DNA gebildet. Mit diesem Bauplan stellen die "Ribosomen" in der Zelle dann Eiweiße jeglicher Art her, im Falle der BioNTech- bzw. Moderna-Impfstoffe "Spike-Proteine": Das sind die bekannten Strahlen des Corona-Virus mit Kugeln am Ende (Corona = Krone), mit denen es auf unseren Zellen andockt. Auf diese selbst produzierten Kopien der "Spike-Proteine" kann sich unser Immunsystem einschießen und dann mit Antikörpern und Abwehrzellen das Andocken des wirklichen Virus bekämpfen. Gentechnisch hergestellte mRNA-Impfstoffe verändern somit nicht "rückwärts" unser Erbgut, sondern geben nur "vorwärts" kurzfristig andere Aufträge an die Eiweißproduktion. Erst die Mithilfe der körpereigenen "Montagestraße" ermöglicht eine schnelle Antwort auf ein neues Virus. Der BioNTech-Impfstoff darf zwar nur fünf Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden, technisch ist das aber kein Hindernis für die Anwendung in einer deutschen Hausarztpraxis.

    Zwölf Monate nach Ausbruch der Pandemie ruhen nun die Hoffnungen auf einer Impfung, deren anhaltende Wirksamkeit und langfristige Verträglichkeit noch zu beweisen sind: u. U. könnten Auffrischungen nötig sein. Hier finden sie Aufklärungsbögen des Robert Koch-Institutes und Deutschen Grünen Kreuzes e. V. in vielen verschiedenen Sprachen.

    Dem gegenüber stehen (14.2.2021, Zahlen gerundet) - trotz der Lockdowns - 65.000 Tote im Zusammenhang mit COVID allein in Deutschland, 51.000 mit erfolgreicher und 3.500 mit noch laufender Intensivtherapie. D. h., einer von 20 Infizierten erkrankt lebensgefährlich oder überlebt das nicht. (5,1% der 2,3 Mio. registrierten Infizierten). Zu mehr als 96% waren die Verstorbenen 60 Jahre und älter. Allein im Dezember 2020 hatten sich die Todeszahlen verdoppelt, bis Mitte Februar 2021 erneut. Dazu kommen Langzeitschäden wie Müdigkeit, Depression, Atemnot und Geruchsstörungen, deren Häufigkeit zumindest im einstelligen Prozentbereich liegt. Ermittelt anhand Antikörperscreening, ist die Dunkelziffer der Coronainfektionen hierzulande gering, zumal Antikörpertests in 1% falsch positiv ausfallen. Über 1,8 Mio. Tote wurden 2020 weltweit gezählt, bei einer vermutlich hoher Dunkelziffer - mehr als die 1,5 Mio. Tuberkulosetoten bzw. mehr wie die jährlichen Todesfälle durch HIV, Malaria und Tetanus zusammen - von der Weltwirtschaftskrise und ihren sozialen Folgen ganz zu schweigen.

    Nüchtern betrachtet, haben wir nur die Wahl zwischen der Corona-Infektion oder der Impfung dagegen, ein "weder noch" ist aufgrund der leichten Übertragung des Virus unwahrscheinlich. Erst recht ab einem Alter ab 50 Jahren, Vorerkrankungen, Kontakt zu Risikopersonen, Tätigkeit im Gesundheitswesen, Pflegeheimen oder im öffentlichen Bereich bietet die Impfung weit bessere Chancen, die Krise unbeschadet zu überstehen.

    Wo können sie sich dazu anmelden? Für Rheinland-Pfalz online oder telefonisch (0800-57 58 100). Für Hessen online oder telefonisch über die 116 117. Ob Sie vorgezogen werden, können Sie aus der Corona-Impfverordnung vom 8.2.2021 ersehen. Wir stellen die dazu nötigen Atteste aus, berufliche Gründe bescheinigt Ihr Arbeitgeber bzw. die entsprechende Hilfsorganisation. Und wann werden wir in der Praxis impfen? Vielleicht schon im März oder April. Gerne können Sie sich vormerken lassen. Natürlich beginnen wir mit denen aus Priorität 1, die weil sie zuhause bettlägrig oder ähnlich schwer krank sind, nicht von den staatlichen Impfteams versorgt wurden. Als anerkannte Gelbfieberimpfstelle mit einem brandneuen, riesigen Medikamentenkühlschrank können wir die erste Lieferung kaum erwarten!

    Corona-Antigen-Schnelltests: i. d. R. nur für Symptomfreie.

    Stand 6.3.2021. Antigentests benutzen synthetische, industriell hergestellte Antikörper, welche mit Oberflächenstrukturen (= Antigenen) des Virus reagieren. Diese "Schlüssel-Schloß-Reaktion" wird meist mit Enzymen (Biokatalysatoren) farblich sichtbar gemacht. Normalerweise sind Schnelltests (POCT: point-of-care-testing) überall dort nützlich, wo rasche Entscheidungen gebraucht werden, z. B. bei einem Verdacht auf Lungenembolie, Herzinfarkt, Lungen- oder Blasenentzündung. Generelle Corona-Schnelltests haben sich bei Krankhausaufnahme bewährt. Das sagen das Robert Koch-Institut, die Fa. Roche als Hersteller eines Antigen-Schnelltests ("wo kein Labortest zur Verfügung steht") und die ehrwürdige Cochrane-Library dazu. Das Problem: Der Schnelligkeit stehen vor allem falsch-negative Testergebnisse gegenüber, wie hier im Deutschen Ärzteblatt vom 30.10.2020 ausführlich erläutert. Nicht desto trotz können sie bei Symptomfreiheit, also geringer Vor-Test-Wahrscheinlichkeit sinnvoll sein:

  • zum Screening von Mitarbeitern und Besuchern von Pflegeheimen, Krankenhäusern und Arztpraxen (siehe: Bundesgesundheitsministerium),
  • zur Verkürzung der Quarantäne nach engem Kontakt zu einer Corona-positiven Person, wenn das 10 - 13 Tage später erfolgt (explizit laut RKI dazu zulässig),
  • für Urlauber auf der Hinreise (soweit dazu vom Ausland akzeptiert), bzw. zur Verkürzung der Quarantäne, wenn das 5 - 9 Tage nach Rückreise erfolgt (soweit dazu von staatlicher Seite akzeptiert) oder
  • zur zusätzlichen Sicherheit bei dringenden privaten Besuchen von Risikopersonen.
  • Da diese Tests ab dem 8. März 2021 vielerorts kostenlos angeboten werden, stellen wir unser Angebot aus Kapazitätsgründen ein. Wir empfehlen Ihnen die Mohren-Apotheke direkt unter der Praxis im gleichen Gebäude und stehen dagegen für PCR-Abstriche (s. u.) zur Verfügung, die bei den bundesweit geplanten 20 Mio. Schnelltests pro Woche zwangsläufig zur Bestätigung bzw. Revision in den Hausarztpraxen durchgeführt werden müssen.

    SARS-CoV-2-PCR und -Antikörper

    Nach TestV des BMG vom 30.11.2020/RKI/KBV, Stand 6.3.2021. Für Reisende, die vor Abflug einen PCR-Abstrich benötigen, bietet sich auch die Testmöglichkeit am Flughafen Frankfurt an, hier wird ein Ergebnis zu 99% innerhalb von 6 bzw. 12 Stunden zugesagt.

    WANN bzw. WER? Seit 8.2.2021 bei ALLEN Atemwegsinfekten, erst recht bei:

    (1.) Starkem Husten, Fieber, Luftnot, Geschmacks- und Geruchsstörungen oder Verschlechterung des Allgemeinzustandes.

    (2.) Bei Vorerkrankungen ODER Tätigkeit im Gesundheitswesen ODER Kontakt zu vielen Personen ohne AHA+L-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, Lüften).

    (3.) Bei engem Kontakt zu einer Corona-positiven Person (z. B. ungeschütztes Gespräch von mehr als 15 min, gemeinsamer Haushalt, Singen, Sportstudio, Schulklasse, Kindergarten) in den letzten 14 Tagen,

    (4.) Keine Symptome, ABER positiver Antigen-Schnelltest (s. o.) oder "roter Hinweis" der Corona-Warn-App,

    (5.) Bei Krankenhaus- oder Pflegeheimaufnahme und

    (6.) Als explizite, schriftliche Einzelfallentscheidung des Gesundheitsamtes und zu dessen Lasten oder bei COVID-19-Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen.

    WIE? In der ersten Woche direkter Virusnachweis (PCR) aus dem Rachenabstrich. Ab der zweiten Woche - wenn die PCR (oft) negativ ist - aber noch COVID-Symptome bestehen, können IgG-Antikörpertests erwogen werden - und sind dann gesetzliche Kassenleistung, ggf. 2. Blutprobe min. 14 Tage nach der ersten.

    IMMUN? Bis auf die genannte Ausnahme müssen Antikörperbestimmungen selbst bezahlt werden: etwa 50 Euro, incl. Blutentnahme, Probentransport und Beratung. Wieso rate ich Ihnen NICHT dazu? Das liegt an der - trotz allem - geringen Verbreitung von COVID-19 in der Gesamtbevölkerung (Prävalenz) und - wie bei allen Antkörpertests - irrtümlicherweise positiven Ergebnissen: Seit Beginn der Epidemie hatten sich 6602 Mainzer*innen mit COVID-19 infiziert, das sind 3% der 218.578 Bewohner, 145 sind daran verstorben (aktualisiert 14.2.2021, meist PCR-Nachweis). Bundesweit beträgt die Prävalenz rund 2,8%. Ein Antikörpertest mit 100%iger Sensitivität und 99%iger Spezifität würde zwar alle tatsächlich Corona-Positiven erkennen, aber - in Mainz - gleichzeitig 2121 Personen fälschlicherweise Immunität attestieren, die sie gar nicht haben (Chance 1:3), d.h. jeder vierten Testperson. Normalerweise löst die Medizin dieses Problem (wie z. B. bei einem positiven HIV-Suchtest) mit einem zweiten "Western-Blot"-Bestätigungstest, den gibt es für COVID-19 jedoch noch nicht. Dagegen hatten im Juni 2020 im österreichischen "hot spot" Ischgl 42% der 1600 Einwohner COVID-19-Antikörper. Bei dieser hohen Prävalenz bekommen bei gleicher Testgüte (!) 928 ein "richtig positives" und nur zehn Personen ein "falsch positives" Ergebnis (Chance 1:99).

    Corona-Tests für Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet.

    Stand 5.12.2020. Angaben ohne Gewähr. Bitte beachten sie die aktuellen Richtlinien des Bundesministerium für Gesundheit und in Rheinland-Pfalz:

    "Wer (...) sich innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat, ist verpflichtet, sich (...) auf direktem Weg nach Hause (...) zu begeben und sich dort 10 Tage lang zu isolieren." Bei einem negativen Corona-Test frühestens am 5. Tag fällt die häusliche Isolierung weg. Wir führen diese Tests nach telefonischer Absprache oder Online-Terminplanung durch. Die Kostenübernahme bis zum 1.12.2020 durch das Bundesamt für soziale Sicherung wurde lt. KBV vom 4.12.2020 (!) verlängert bis zum 15.12.2020 (Kosten in der Praxis ab 16.12.2020: ca. 28 Euro, zzgl. 10,63 Euro Materialkosten Antigenschnelltest, wenn dazu von staatlicher Seite zulässig, ansonsten zzgl. externe Laborkosten für eine PCR ca. 65 bis 150 Euro und ein bis drei Tage Warten auf das Ergebnis - schneller geht es am Flughafen Frankfurt). ACHTUNG: Egal, wie das Testergebnis ausfällt: Treten Atemnot, Husten, Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust auf, müssen sie umgehend das Gesundheitsamt informieren und weiter in häuslicher Isolierung bleiben!

    Corona: Neue Öffnungszeiten. Neue Videosprechstunde.

    Ab 23.3.2020 haben wir GETRENNTE Sprechstundenzeiten für Patienten MIT und OHNE Erkältungssymptomen (wie Fieber, Frösteln, Schnupfen, Halsschmerzen, Husten oder Durchfall) und ab 26.3.2019 eine VIDEOSPRECHSTUNDE.

    Unser Ziel ist es, auch während der Corona-Pandemie die normale, notwendige medizinische Versorgung zu gewährleisten. Das geht nicht ohne direkte Arzt-Patienten-Kontakte, die wir - für beide Seiten - so sicher wie möglich gestalten. Dazu habe ich schon im Januar Schutzausrüstung bestellt und bekommen.

    Es ist schwer, in der Coronakrise mit ihren gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich finde, wir alle verhalten uns auf den Straßen, Plätzen und beim Lebensmitteleinkauf bereits sehr dizipliniert und verantwortungsbewußt. Trotzdem werden in den nächsten Wochen die nachgewiesenen Infektionen weiter steigen und die Politik zu weiteren Maßnahmen drängen. Lassen sie sich davon nicht entmutigen, das wird auch an der bislang großen Dunkelziffer und den nun geschaffenen Laborkapazitäten liegen. Bis jetzt hat Deutschland - weltweit betrachtet - eine vergleichsweise niedrige COVID-19-Sterblichkeit, hoffentlich bleibt das so. Tun wir alles, um die Ausbreitung zu stoppen; am Ende wird eine Impfung das Ganze beenden. Bleiben sie gesund.